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- 09 Okt 2009
wirtschaft
Noch heute wird ein Grossteil des Gotthardraums für Land- und Viehwirtschaft genutzt. Die vorhandenen Weideflächen und Kulturlandschaften eröffnen den Bergbauern gute Bewirtschaftungsmöglichkeiten, wobei sie sich hauptsächlich auf Viehzucht und auf die ganzjährige Käseherstellung aus Kuh- und Ziegenmilch konzentrieren.
Der Industriesektor hat sich in den flacheren Randgebieten der Region angesiedelt, die besser mit den nahegelegenen urbanen Zentren verbunden sind. In den Industriezonen im Reusstal (Uri) und in den Tre Valli (Biasca, Bodio-Giornico und Piotta) sind Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen tätig. In der ganzen Region gibt es zudem viele kleine Handwerksbetriebe, die im Sekundärsektor ein interessantes Wirtschaftssubstrat bilden, das mit der internationalen Grossindustrie zusammenarbeitet.
Im Dienstleistungssektor wurden in der ganzen Region zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen. Die wichtigste Branche ist der Tourismus (Gastgewerbe, Hotellerie, Freizeitanlagen). Dank der guten Verbindungen (Verkehr, Kommunikation, Daten) sind die Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor konkurrenzfähig mit solchen aus den urbanen Zentren, und zusätzlich operieren sie in einem sozialverträglicheren Umfeld. Die zahlreichen Freizeitanlagen ziehen im Sommer wie im Winter zahlreiche Touristen aus dem In- und Ausland an.
Das Gesamtprojekt San Gottardo hat zum Ziel, in Zusammenarbeit mit lokalen Körperschaften und Organisationen einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region (besonders, aber nicht ausschliesslich, durch die Ausweitung touristischer Angebote), zu leisten, indem bereits bestehende Strukturen nachhaltig und umweltverträglich ausgebaut und weiterentwickelt und für die jungen Generationen Arbeitsplätze und –möglichkeiten geschaffen werden, und indem die kulturelle Dynamik gefördert wird.
