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- 09 Okt 2009
tourismus
Im Sinne von „Vergnügungsreise“ oder „Gruppenreise“ ist der Tourismus ein relativ junges Phänomen. Lange Zeit wurden unter „Touristen“ ausschliesslich englische Reisende verstanden, und erst nach der Veröffentlichung von Stendhals „Mémoires d’un touriste“ von 1838 erfuhr der Begriff eine grössere Verbreitung. Andererseits kann nicht geleugnet werden, dass für den modernen Menschen, der oft in einem städtischen, überstimulierten und frenetischen Umfeld lebt, die Freizeit mit ihren Möglichkeiten zu Vergnügungen, Sport oder einfachen Erholungsaktivitäten immer wertvoller und unverzichtbarer wird. Wie schon D.H. Lawrence sagte: „Der moderne Mensch ist touristy geworden.“
Die Gotthardregion verändert sich im Laufe der Jahreszeiten deutlich. Im Winter verwandelt sich ein Grossteil ihres Geländes in eine mystische und undurchdringliche Landschaft, die unter einer dicken Schnee- und Eisschicht dahindämmert. In vielen Ortschaften gibt es Wintersportanlagen, die zahlreiche Sportarten ermöglichen: Ski alpin, Snowboard, Ski nordisch, Freestyle, Eishockey, Schlittschuhlaufen, Snow-ledging, Bob- oder Schlittenfahrten usw. Für die Abenteuerlustigeren gibt es den Skialpinismus und die Felle, für die Beschaulicheren die magischen Wanderungen durch die verschneiten Wälder.
Im Sommer bietet die Gotthardregion einen erquicklichen und satt-grünen Anblick, der verschiedentlich an die heile Welt von Heidi erinnert: Reich an Wasserläufen, kristallklaren Bergseen und seidig anmutenden Weiden wird die Landschaft zum idealen Erholungsraum. Für all jene, die ihre Ferien nicht gern dem Müssiggang verschreiben und nicht nur kurze Ausflüge unternehmen oder gar am liebsten den ganzen Tag an der Sonne liegen, für diese gibt es zahlreiche Alternativen: vom Trekking zum Golf, vom Mountainbike zum Strassenvelo, vom Skaten zum Nordic Walking, vom Reiten zum Wassersport. Wer hingegen heftigere Emotionen und waghalsigere Erfahrungen sucht, der kann sich mit Hochgebirgs-Alpinismus oder Canyoning vergnügen und eine Welt entdecken, in der es nur den nackten Fels, Wasser und Himmel gibt, und wo die Gegenwart des Menschen nur eine Ausnahme und eine Randerscheinung ist.
Die Region San Gottardo kann auf eine lange und florierende Tourismustradition verweisen.
Das Übernachtungsangebot reicht von einfachen und rustikalen Alphütten, in denen man auch hoch in den Bergen nächtigen und den Gemeinschafts- und Freundschaftssinn, der sich auch zwischen Fremden einstellt, erfahren kann, bis zu Hotels mit einer faszinierenden Aura, ausgestattet mit jeglichem Komfort und exklusiven Wellness-Zentren.
Für jene, die unabhängigere Lösungen bevorzugen, besteht die Möglichkeit, traditionelle Häuser zu mieten, die einst Bauernhöfe oder Rustici waren und umgebaut wurden.
Dazu kommt ein Angebot an Infrastrukturen, die wahrhaft ungewöhnliche Erlebnisse vermitteln: Zu diesen geöhrt „La Claustra“, ein Hotel, das ursprünglich eine militärische Festungsanlage war. Dank der originellen Umgestaltung durch einen Schweizer Künstler wurde der verlassene einstige Bunker (untertags) zu einem Hotel, dessen Einrichtung an die meisterhafte Wesentlichkeit des Zen-Buddhismus anlehnt.
Zurzeit wird in Andermatt ein grossangelegtes Tourismus-Zentrum gebaut: In wenigen Jahren wird sich dieses entscheidend auf das Angebot und den Zustrom von Touristen auswirken, nicht nur in der betroffenen Region, sondern auch in den Anrainerregionen.
Einen vollständigen Überblick über das touristische Angebot erhalten Sie auf den folgenden örtlichen Tourismus-Links:
- Kanton Uri
www.andermatt.ch
www.uri.info
www.seelisberg.com - Kanton Tessin
www.leventinaturismo.ch
www.blenio.com
www.biascaturismo.ch
www.bellinzonaturismo.ch - Kanton Wallis
www.goms.ch
www.bettmeralp.ch
www.riederalp.ch
www.brig-belalp.ch - Kanton Graubünden
www.disentis-sedrun.ch
www.flims.com
www.graubuenden.ch
Gastronomie
Die Ernährungsgewohnheiten eines Volkes ergeben sich aus seinen sozio-religiösen Überzeugungen, seiner Wirtschaft und, allgemeiner betrachtet, aus seiner Kultur.
Die autochthonen Gemeinschaften lebten früher aus der Berglandwirtschaft und der Aufzucht von Schafen, Kühen und Schweinen. Ihre Ernährung bestand aus entsprechenden einheimischen Produkten, vorwiegend aus Milcherzeugnissen wie Käse und aus Gerichten auf der Grundlage von Fleisch und Gemüse aus Eigenanbau. Eine andere wichtige Nahrungsquelle war das Wild, da die Jagd weithin praktiziert wurde.
Noch heute ist der Agrarsektor ein wichtiger Bestandteil der Region, und so produzieren die Bergbauern in den Tälern rund um den Gotthard noch immer eine Vielzahl an Käsearten. Zu den berühmtesten, beliebtesten und sogar international bekannten Produkten gehört das Walliser Raclette.
Auch bei den Fleischerzeugnissen gibt es verschiedene Angebote. Die typischsten Produkte bestehen aus Wurstwaren und Charcuterie.
Auf der Alpensüdseite haben der Weinbau (Tessiner Merlot DOC) und die Schnapsherstellung (Tessiner Grappa) eine lange Tradition.
Und natürlich dürfen die Süssigkeiten und Kuchen nicht fehlen: Man denke bloss an die köstliche Bündner Nusstorte oder die währschafte Torta di pane aus dem Tessin.
Im vergangenen Jahrhundert kam es zu sozioökonomischen und kulturellen Umwälzungen, die sich auch stark auf unsere Ernährungsgewohnheiten ausgewirkt haben. Die Nahrungsmittelbranche wurde dadurch weitgehend beeinflusst: Das Angebot an Lebensmitteln deckt heute eine reiche internationale Palette ab und beinhaltet dank der unvermeidlichen Globalisierung auch exotische Produkte.
